12 Gründe, warum Ohrakupunktur gerade heute so wichtig ist

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Auch und gerade für Ihre Praxis!

Ohrakupunktur ist schnell und leicht zu lernen

Ganz im Gegensatz zur Akupunktur der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), deren Ausbildung Jahre dauert und viel Erfahrung erfordert – kann Ohrakupunktur innerhalb weniger Tage erlernt werden.
Balancierte Ohrakupunktur kann z.B. schon am ersten Tag der Ausbildung beim Patienten angewandt werden.

OA ist leicht in fast jedes Praxissetting integrierbar

Ohrakupunktur benötigt nur wenig Akupunkturnadeln, gutes Licht und drei bis fünf Minuten Zeit. Das ist es. Ohrakupunktur kann im Sitzen oder im Liegen durchgeführt werden, es ist überall anwendbar. Die Patient*innen brauchen sich nicht zu entkleiden. Kopftücher und Hidschab werden einfach etwas zur Seite geschoben – das Ohr ist zugänglich. Intraoperativ, im Aufwachraum oder in der Praxis: Das Ohr ist immer gut und komfortabel erreichen.

OA kann delegiert werden

Ohrakupunktur muss nicht unbedingt durch Ärzt*innen ausgeführt werden, sondern kann auch an Mitarbeiter*innen delegiert werden. Da sie Akupunktur am Ohr auf die Lokalisation der Beschwerde ausgerichtet wird, kann sie auch ohne spezielle Medizinkenntnisse leicht erlernt und erfolgreich angewandt werden. Drei Tage Akupunktur-Schulung reichen in der Regel aus, um die notwendige Basisqualifikation zu erreichen.

Ohrakupunktur verbessert die Compliance

Akupunktur und Ohrakupunktur werden von Patient*innen als ganzheitliche und naturheilkundliche Therapieverfahren wahrgenommen. Der Name ‘Balancierte Ohrakupunktur’ (auch wenn nicht aus diesem Grund gewählt) spiegelt diese Wirkung.

Die Wirkung: schnell und effektiv bei vielen Beschwerden

Die gegenwärtigen Akupunkturstudien deuten darauf hin, dass die Ohrakupunktur schneller wirkt als Körperakupunktur. Insbesondere bei akuten Beschwerden und Schmerzen, bei orthopädischen Erkrankungen und psychosomatischen Belastungen (s.a. Behandlungserfolge Ohrakupunktur)

Wenn sich Patient*innen wohl fühlen, weil sie umfassend (= mit Ohrakupunktur) behandelt werden, dann entspannen sie sich und die Compliance steigt. Sie folgen leicht den therapeutischen Anweisungen und sind zufrieden. Dadurch wird die gesamte therapeutische Arbeit leicht.

Ist die Patientin zufrieden – freut sich die Ärztin
Ist der Patient zufrieden – freut sich der Arzt
Patient*innen würden Ohrakupunktur wählen

OA ist gut kombinierbar mit anderen Therapieverfahren

Akupunktur in der Ohrmuschel ist westlich anatomisch aufgebaut und damit sehr leicht mit der an der Universität gelehrten ‘Schulmedizin’ kombinierbar.

Kein neues Denkmodell: Im Gegensatz zur klassischen Akupunktur, der chinesischen Medizin (TCM), muss man*frau sich nicht in ein komplexes neues Denkmodell einarbeiten – denn die Ohrakupunktur baut auf dem normalen Wissen der Medizin auf.

Pathophysiologische Modelle der universitären Medizin und der evidenzbasierten Medizin (EBM) lassen sich integrieren und können die Punktauswahl am Ohr unterstützen. Es gibt keinen Widerspruch zwischen den Medizinsystemen, das Vorgehen bleibt kohärent und stringent. Im Gegenteil, die Ohrakupunktur verstärkt oftmals die Wirkung anderer Therapiemethoden.

Statt großer Körperakupunktur – kleine smarte Ohrakupunktur

Lange Zeit war die Ohrakupunktur untergeordnet in der (Körper-)Akupunktur-Ausbildung der Ärzte. Doch die Ohrakupunktur ist eine eigenständige Therapie. Aus der Sicht der Bevölkerung hat Akupunktur einen sehr hohen Stellenwert bei den Therapieverfahren. In der Wahrnehmung der Patient*innen ist eine (Ohr-)Akupunkturbehandlung eine ‘ganzheitliche Behandlung’.

Doch von Seiten der Kassen werden die Anforderungen an die Anwendung der kassenfinanzierten Akupunktur immer höher. Bei gleichzeitig immer weiter abnehmenden Bezahlung.

Warum also nicht elegante, smarte Ohrakupunktur anbieten – und sich gar nicht in das ‘Kassengetümmel’ stürzen. Dadurch, dass sie oft weniger schmerzhaft und bequemer (nur das Ohr) ist, wird diese Akupunktur von Patient*innen sehr gut angenommen und oftmals sogar gegenüber der Körper-Akupunktur bevorzugt (eigene Erfahrung).

Ohrakupunktur hat (fast) keine Nebenwirkungen

Es handelt sich bei der Ohrakupunktur um ein Regulationsverfahren. Der Wirkmechanismus erfolgt wahrscheinlich über die Spiegelung der neurologischen Aktivität des Gehirns über das Somatotop Ohr. Damit werden alle Impulse der Ohrakupunktur im Gehirn des Patienten ‘dechiffriert’ und ‘bewertet’ (siehe Hypothetischer Wirkmechanismus der Ohrakupunktur).

Das meint Regulationsverfahren: Der Impuls der Akupunktur-Nadel gibt dem Nervensystem (ZNS) des Patienten einen ‘Hinweis’ auf einen nicht ideal regulierten Bereich. Durch diesen Hinweis hat das ZNS die Möglichkeit, die neurologische Regulation des Körpers anzupassen (=die Symptome verschwinden zu lassen).

Das ist der (hypothetische) Grund, warum die Ohrakupunktur so effektiv bei unterschiedlichsten Erkrankungen wirkt – und gleichzeitig so gut wie keine Nebenwirkungen hat. Da das Gehirn sich selber reguliert, wird es nie schlimmer, sondern immer besser (im Sinne eines idealeren Gleichgewichts des Körpersystems).
Dies ist, nach über 25 Jahren Erfahrung mit der Balancierten Ohrakupunktur und der Lehre, meine Arbeitshypothese des Wirkmodells der Akupunktur über das Ohr. Aus meiner Sicht erklärt dieses Modell die meisten der Wirkungen der Ohrakupunktur, die ich bisher bei meinen Patient*innen erlebt habe.

Ohrakupunktur hat (so gut wie) keine Kontraindikationen

Es gibt so gut wie keine Kontraindikation (KI) bei der Anwendung der Ohrakupunktur. Durch Goldkügelchen als Ersatz für Nadeln sind auch Kinder und schmerzempfindliche Patient*innen gut zu behandeln. Bei lokalen Prozessen (KI) am Ohr wird auf das andere Ohr ausgewichen (Gesetz der Somatotopie – über beide Ohren ist die Steuerung des gesamten Körpersystems zu erreichen). Lediglich auf die Reizstärke der Impulse am Ohr ist zu achten.

Ohrakupunktur verbessert das ‘Wellbeing’ des Patienten

Meiner Ansicht nach der Kernaspekt der Akupunktur am Ohr: Da die Ohrakupunktur das neurologische Gleichgewicht ausbalanciert (vergleiche zwei Absätze weiter oben), geht es dem Patienten, der Patientin nach einer Ohrakupunktur immer etwas besser: Die Patientin, der Patient ist…

  • Vegetativ ausgeglichener (meist ist der Sympathikotonus wieder aufs normale reduziert) und damit auch Psycho-Vegetativ ausgeglichener:
  • Der/die Patient*in nimmt sich ruhiger, entspannter und psychisch ausgeglichener wahr.
  • Schmerzen sind (zumindest in der Wahrnehmung) reduziert (wahrscheinlich, da sie nicht mehr so dominante neurologische Aktivitätscluster im Gehirn bilden nach der ‘Downregulation’ durch die Ohrakupunktur)

Anmerkung: Der postulierte Wirkmechanismus ist hypothetisch, die aufgeführten Wirkungen aber in meiner Praxis bei so gut wie jedem Patienten, jeder Patientin (!) beobachtbar. Das ist für mich der Hauptgrund, warum ich Ohrakupunktur so wertvoll finde. Ich kenne keine andere Therapiemethode, die diese Wirkung so schnell und einfach erreicht.

Ohrakupunktur ist sehr wirkungsvoll gegenüber Nebenwirkungen von Chemotherapie

Eine der Hauptindikationen von Ohrakupunktur in der Praxis ist die Reduzierung von unerwünschten Nebenwirkungen pharmakologischer Therapie.

Unter Chemotherapie leiden z.B. viele onkologische Patient*innen an sehr starken Nebenwirkungen. Diese sind mit Ohrakupunktur oft gut behandelbar. Da die Ohrakupunktur eine komplett andere Wirkschiene benutzt, als die Pharmakologie, können die Nebenwirkungen reduziert werden, ohne die Wirkung der Chemotherapeutika zu beeinflussen.

Unsere Erfahrungen deuten darauf hin, dass Hitzewallungen unter antihormoneller Therapie (eine sehr belastende Nebenwirkung, oftmals bei Brustkrebs-Nachbehandlung) sehr gut auf Ohrakupunktur reagieren, ebenso wie Schlafstörungen. Dies gilt auch für viele andere medikamentöse Therapiewirkungen.

Ohrakupunktur ist toll

Aus all dem können Sie ersehen, dass ich Ohrakupunktur als eine grandiose, wirkungsvolle Therapieform ansehe. Sonst würde ich die Akupunktur der Ohrmuschel auch nicht seit 20 Jahren untersuchen und lehren…

Anmerkung Studienlage zur Ohrakupunktur und Akupunktur

Der Grund, warum es so wenig große, randomisierte Studien zur Akupunktur gibt, ist schlicht und einfach Geld. Aussagefähige Studien benötigen mehrere Hunderttausend Euro – und im Bereich Komplementärmedizin werden die meisten Studien durch Stiftungen (die bei dem gegenwärtigen Zinsniveau wenig Geld zur Verfügung haben) finanziert. Im Gegensatz zu pharmakologischen Studien, wo entsprechend große Summen sofort zur Verfügung stehen.

Doch eine geringe Anzahl an vorliegenden Studien bedeutet nicht, dass die Ohrakupunktur nicht wirkt. Es bedeutet vor allem, dass es wenig Geldgeber gibt, die Interesse an der Untersuchung von Ohrakupunktur haben.

Daher lade ich Sie ein, die Ohrakupunktur selber kennen zu lernen und die Wirkung an sich und Ihren Patient*innen zu erfahren. Ich freue mich sehr, Sie persönlich von der Wirksamkeit und dem Wert der Ohrakupunktur in Ihrer Praxis überzeugen kann.

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Quellen

Bilder:
Image by mohamed Hassan from Pixabay

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